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This Norwegian quartet has remained a favorite over the years, taking their sparse, icy sound (which spins on an axis of early ECM and Miles Davis' circa "He Loved Him Madly" to devastating effect) and always finding new folds within it. So when it was announced that percussionist Jarle Vespestad left the band before recording their ninth release, we were wondering just where the group would head. A drummerless trio along the lines of Jimmy Giuffre, perhaps? Or go get another percussionist? Call it a day? No matter what our predictions were, a disc of four massive outré soundscapes concocted on three Hammond organs (and mixed by Deathprod) never crossed our minds! Eerie, nuanced, patient, gorgeous, and more, this sees Supersilent striking out for new lands yet again.
Other Music (US)

The throb is the thing on “Supersilent 9” (Rune Grammofon), the ninth release from this experimental Norwegian collective. Freely improvised and glacial in its movements, the album features everyone in the band on Hammond organ, even though they aren’t, strictly speaking, organists. This is not crazy, though it’s a little perverse: the idea apparently arose after the decampment of the group’s longtime drummer. (The utter absence of rhythm here registers almost as an act of passive protest.) Over the course of four tracks that are numbered rather than titled, in accordance with Supersilent custom, the remaining three members — Arve Henriksen, Stale Storlokken and Helge Sten (a k a Deathprod), who also produced — shape a swirling fog of quavers, chirps, rumbles and drones. It’s music to get lost in, stumbling slowly through the dark.
New York Times (US)

Like getting a bold new haircut after being dumped by a lover, the three remaining members have abandoned their former roles, recording instead a session with all three improvising simultaneously on Hammond organs, pulling a broad palette of sounds from the guts of the keyboards, from deep rumbles and throbs to twinkling chimes and shrill blasts. There was always a hint of the cosmic about Supersilent, with Storløkken´s plangent synths conjuring Sun Ra´s wide-eyed evocation of astral spaces; unhitched from the earthy weight of the drums, the music soars into ever vaster and more desolate reaches. Essentially, it´s the sound of exploration, of a group searching for a new direction. More than ever, it´s the documentation of a process rather than a product and, while it might not have the same structural logic as some of Supersilent´s best work, it´s certainly the bravest thing they´ve ever done.
Wire (UK)

Radikalität hört in Norwegen, und weitaus nicht nur dort, auf den Namen Supersilent. Die in dieser Gazette bereits mehrmals hymnisierte Band, die nie probt und nie über ihre Musik diskutiert, sondern sich ausschließlich zu Konzerten und zu Plattenaufnahmen trifft, treibt in der aktuellen Nummer 9 ihrer Werkliste die Radikalität auf eine neue Spitze. Nach dem abrupten, auch nicht ganz unradikalen Ausstieg des Perkussionisten Jarle Vespestad einen(!) Tag vor den Aufnahmesessions für dieses Album treffen sich Sten, Storlokken & Henriksen als abgründiges Hammondorgel-Trio! Sicherlich: Ein radikales Konzept ist das eine; derer gibt es quer durch alle Genres jede Menge. Aber nur bei den wenigsten Konzepten, wie zugespitzt, ausgeklügelt oder wissenschaftlich bis philsophisch sie auch alle sein mögen, kommt hinten auch Musik heraus. Oft ist die Idee dahinter einmalig und ihr Ausdruck zum Vergessen, dann wieder klingt die Musik lässig und ihr Hintergedanke larifari. Und genau das ist – in untrennbarer Verbindung mit dem beinharten gedanklichen und also politischen Zugang von Supersilent sein unschätzbarer Vorzug: der aus dem radikalen Denken resultierende musikalische Mehrwert. Das Düstere (Sten firmiert immerhin auch unter dem Namen Deathprod!) und das Gespenstische, das Subkutane und das Subversive, die Höhle der Verzweiflung und die Klippen des Wahnsinns sind nur einige der hier absolvierten Wegmarken, die restlos reduziert 9.1, 9.2, 9.3 und 9.4 heißen. Davon abgesehen, wird das autoritär missbrauchte Instrument Orgel (wenn auch „nur“ in seiner Hammond-Version), ganz selbstverständlich säkularisiert und autonom angeeignet; und nicht – wie etwa von Linz09-Musikintendant Peter Androsch (siehe freiStil #23) – als leider unabänderlich kirchlich hingenommen. Self-empowerment rules. So leid es mir tut, weil es (hoffentlich zu Unrecht) nach Korruption oder Geschmacksverengung riecht: Supersilent muss mit dieser Platte wieder an die Spitze der aktuellen freiStil-Hitparade.
Freistil (AT)

....Als ob der sprichwörtliche Silberstreif am Horizont, die Morgenröte oder ein abendlicher Goldrand zu zarten Tönen würden, zu den allerzartesten sogar. Kristallin wachsen und funkeln sie im Zwielicht. Ich bin versucht, es impressionistisch zu nennen, wäre da nicht etwas, das sich den Augen und bloßen Sinnen träumerisch, fast mystisch entzieht. Die Musik geht am Ende in die Stille zurück, ohne Aufbäumen, ohne Pathos. Wundersam und ziemlich extraordinär.
Bad Alchemy (DE)

Supersilent bleiben ihrem Namen treu: die Musik scheint in der Stille zu wohnen, aus der sie langsam heraus – und in die sie wieder zurücktritt. Die dynamischen Bögen bleiben eher flach, hier wird nicht Spannung durch plumpe Tempo-Wechsel oder Lautstärke-Differenzen erzeugt, sondern der geneigten Aufmerksamkeit ein unterhaltsames Hörerlebnis angeboten. Mal an der Grenze zum 1960er Italo-SciFi-Camp, mit religiös-erhabenem Unterton, andernorts ein fast verspieltes Ineinander von Schwellungen, noisigen Verdichtungen und überraschenden Übergängen. Das alles kommt dazu ganz ohne den heiligen Ernst der Frickelklang-Fraktion herüber. Den haben Supersilent nicht nötig.
Jazzthetik (DE)

Supersilent heißt die wohl konsequenteste, die abenteurlichste und die extravaganteste Band des hohen Nordens. Keine Titel gibt es, auch keine Hinweise auf die Besetzung, schon gar keine wie auch immer gearteten Infos auf den so schlicht wie konsequent durchnummerierten CDs, und: keinerlei Absprachen vor den Aufnahmen. Nun nach dem Weggang von Schlagzeuger Jarle Vespestad sind Arve Henriksen, Ståle Storløkken und Helge Sten ein Trio. Und sie gehen diesmal noch einen Schritt weiter, indem sie auf keinen anderen Instrumenten ihre verstörend und betörend sphärischen Klänge häufen als auf drei Hammond Orgeln. Space is the Place. Ein Kollektivdräuen hört man, telephatische Sounds ohne Vergleich. Anstrengend schön.
Leipziger Volkszeitung (DE)

Was ist das denn? Der Soundtrack zur Krise des Sozialen oder die gesammelten Werke von Kapitän Nemo, komponiert 20.000 Meilen unter dem Meer? Die norwegischen Klangforscher um Helge Sten haben ihre musikalischen Wurzeln in Electronica, Rock und Metal immer eine Art von Doom-Jazz zu transformieren verstanden, der wirklich ohne Referenzen auskam. Eine absolut eigenständige Klangwelt haben die vier Musiker in den vergangenen 12 Jahren auf ihren opaken Alben entworfen. Jetzt ist der Drummer Jarle Vespestad ausgestiegen und das verbliebene Trio wechselt komplett an die Hammondorgel und produziert mit den vier Tracks von “9” einen irritierenden Soundtrack zu einem “Alien”-Film, der vielleicht noch gedreht werden wird. Andererseits ist dieses Album so radikal und eigensinnig, dass man sich auch vorstellen kann, hier hätten drei vor Einsamkeint wahnsinnnig gewordene Organisten ihre Ängste in einem transsylvanischen Kloster mitgeschnitten. Echt unheimlich, dieses mutigste und vielleicht beste Album des Jahres 2009.
Klenkes (DE)

Musique liturgique pour mystiques extraterrestres ou simple prise de risque par rapport á un instrument peu pratiqué, Supersilent ne nous donne une fois encore aucune clé et nous laisse nous perdre dans ses labyrinthes intemporels.
DSide (FR)

Musikerne i Supersilent har tatt den varme og litt sprø lyden av hammondorgelet og mutert den i alle retninger. Fra knapt hørbar hvisling til harde knert og orgelkaskader har albumet en enestående dynamikk i lydbildet. 5/6.
Bergens Tidende (NO)

"9" er blitt ekstremt meditativ og konsentrasjonskrevende musikk - kanskje deres minst tilgjengelige utgivelse så langt. Her har man kun antydninger av riff, rytmiske figurer eller trompetmelodier å lene seg på. Likevel har musikken sterk puls og framdrift samt et grunnfjell så buldrende intenst at det merkes helt ned i tærne. Ikke minst klarer de kunststykket å bevare en idé, en slags illevarslende forventning om noe truende samt total tilstedeværelse gjennom alle fire deler. 5/6.
Adresseavisen (NO)

Første gang du legger Supersilents niende plate i CD-spilleren, kan det hende du sjekker om noen kabler kan ha løsnet. Når du aksepterer at det ikke er tilfellet, og heller øker volumet og lar lufta langsomt fylles, er du klar for en stor lytteropplevelse, en stille stund med et band man ellers er vant til at trekker deg i tanna. Et vesentlig trekk er imidlertid tålmodigheten som ligger i musikken, en slepende, langsomt oppbyggende nerve som avspeiler seg som lavmælte, sterkt konsentrerte partier. Helge Sten (Deathprod) har også produsert "9", og vektlegger den monumentale energien som ligger i det valgte uttrykket. Dette erstatter den nærmest grafiske lyden slik vi kjenner den fra tidligere plater og
konserter, og resultatet er supert stille. 5/6.
Dagsavisen (NO)

http://www.themilkfactory.co.uk

http://www.tinymixtapes.com

http://www.boomkat.com

http://brainwashed.com

http://www.xlr8r.com

http://www.allaboutjazz.com

http://www.allmusic.com

http://dustedmagazine.com

http://www.citypaper.com

http://www.cokemachineglow.com

http://pitchfork.com

http://www.dagbladet.no

http://www.nomusicmedia.com

http://www.soundofmusic.nu

http://www.nordische-musik.de   (german)

http://www.ragazzi-music.de   (german)

http://westzeit.de   (german)

http://goon-magazin.de   (german)

http://www.subjectivisten.nl   (dutch)

http://www.popmagazineheaven.nl   (dutch)

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