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Reviews 2099

Here´s a player that can snuggle as comfortably with the improv crowd as he can with the likes of Haino and Kurihara. He has the same dedication to coaxing alien tone from his guitar that Henry Kaiser had: he can sound more machine than man - as on "Music For Leaving", in which he webs sandblasted misshapes into a rhythmic weave as intricately baffling as anything by Autechre. On "The Antagonist" he sounds as though he´s triple-tonguing. His guitar. How? But the pursuit of new sound is more about finding expressive possibilities than an end in itself: when he rips it in the upper register, his instrument sings, piercing through the murk like moonlight on the fens.
The Wire (UK)

Stian Westerhus´newest solo venture is an equally amorphous display of impro-style electric discord and scratchy six-string expression. Rarely played in any recognisably conventional sense, his guitar instead becomes the source of a whole raft of feedback manipulations, seared amplifier flare-ups and some moody tone sculpture, each piece invested with enough personality and invention to make this more than just another example of noise-over-substance instrument misuse.
Rock-a-Rolla (UK)

Im Alleingang hat Stian Westerhus Pitch Black Star Spangled (RCD2099) eingespielt. Allerdings so mehrstimmig und effektvoll, dass mehr herauskam, als eine Folge von Gitarrensolos. Er unterlegt die Leadstimme mit dunklen Rhythmusspuren und überwölbt sie mit dröhnender Finsternis. Denn die Überschrift ist nicht leichtfertig gewählt. Mit breitem Pinsel malt Westerhus Doom ans finstere Himmelsgewölbe. Das ist nicht bloß nordische Dämmerung, das ist Abschiedsmusik, ein Abgesang an die irdische Unwirtlichkeit - Don‘t tell me this is Home. Westhus‘ unfrohe Botschaft (Thy Gospel) ist durch und durch gnostisch. Wo The Antagonist herrscht, wird einem das Herz schwer wie Blei (Heart of Lead). Bei Sing with me somehow kreisen abgerissene Gesangsfetzen, bei ‚The Antagonist‘ stumpfe Loops und flatternde, verzerrt aufschrillende Gitarrensounds. Beim nahezu 12-min. Titelstück kommt nur allmählich Bewegung in knurrig stotternde, krepierende, abgehackt zuckende Noisewellen, in die helle Verzerrungen jaulend einschlagen. Die schrille Melodie, die sich schließlich abzeichnet, bleibt letztlich unfertig und geht unerlöst über in die Pein von ‚Trailer Trash Ballad‘ mit ihren rückstürzenden Klängen. Dann spotzt und detoniert Music for Leaving, so dass danach das mittelalterliche Fiedeln von Empty Hands Mirrored Softly umso sanfter wirkt. Das Finale gehört elegischem Celloklang, elektronisch umflort und so dissonant wie die Welt nun mal im Grunde gestimmt ist.
Bad Alchemy (DE)

Dass Stian Westerhus nicht zu den normalen Standard-Gitarristen gehört, wird ab der ersten gehörten Sekunde dieses Albums deutlich. Akkorde und Harmonien sucht man auf diesem Album vergeblich. Schwerer, fast sakral anmutender Sound ergießt sich aus den Lautsprechern, gefühlt endlose Gitarren-Loops, gespickt mit hallenden und dröhnenden Feedbacks, die sich in Knistern aufzulösen scheinen. Was sich nach einem nervenzerreißenden Unterfangen anhört, gestaltet Stian doch erstaunlich hörerfreundlich. War er noch bis vor kurzem mit JAGA JAZZIST verbandelt, wandelt der Norweger nun mit PUMA, dem NILS PETTER MOLVÆR´S TRIO oder MONOLITHIC (als Duo zusammen mit MOTORPSYCHO-Schlagzeuger Kenneth Kapstad) durch die Lande. Im Januar ist er mit HELLA-Schlagzeuger Zach Hill unterwegs. Was da auf uns zukommt, wird sicher keine leichte Kost sein. Ich freue mich drauf! 9/10.
Ox (DE)

Noch veröffentlichen die – Routine kategorisch ablehnenden – Routiniers von Supersilent eine Zaubertüte nach der anderen, schon drängt die nächste Generation norwegischer Musiker ans Ruder. Auch ans Stromruder – allen voran der 30-jährige Stian Westerhus, der als aufregendster Gitarrenkünstler Norwegens tituliert und wohl nicht umsonst ins neue Trio von Nils Petter Molvaer integriert wurde. Westerhus legt hier – von rune grammofon gleichzeitig anberaumt – ein Soloalbum und eines im Trio mit den beiden Twentysomethings Oystein Moen & Gard Nilssen vor. Experiment und Expressivität, präzise eingesetzte Virtuosität und das Gespür für knappe Melodien kennzeichnen seine Herangehensweise. Im Kollektiv mit den beiden Jazzkonservatorium-Absolventen, denen man ihre Ausbildungsstätte nicht mehr anhört (oder arbeiten die im Norden um soviel avancierter als in unseren Breiten?), übt Westerhus naheliegend mehr Druck aus, allerdings ohne jemals musikhistorische Vorfahren kopieren zu wollen. Am ehesten assoziiert das Trio noch die einen oder anderen Live-Experimente von King Crimson. Aber selbst dieser Vergleich mit dem Forscherdrang eines Robert Fripp ist angesichts der offensiven Klangexpeditionen von Puma ungerecht, weil an den Haaren der Hippies herbeigezogen. Auf sich allein gestellt, degradiert Westerhus das Instrument nicht zum Material für Selbstbespiegelungen, sondern nutzt es als Trampolin für den Sprung in ungeahnte Höhen (und Tiefen). Der kleine Hendrix-Querverweis im Titel wird nicht nur per Gaudi erfolgt sein. Sofern das verallgemeinert werden darf, scheint – nach einer längeren Phase der Introspektion – die Lust auf Ausdrucksstärke wieder die Oberhand zu gewinnen. Wobei es sich um eine Lust handeln dürfte, die in ihrer Expressivität vorhergegangene Errungenschaften sehr wohl reflektiert. Vielleicht heißt das beste Beispiel dafür Stian Westerhus.
Freistil (AT)

Rock ist auch das Modell, auf dessen Basis der norwegische E-Gitarrist Stian Westerhus seine Klangpoeme entwirft. Verwegen und weltabgewandt kommen die neun Stücke auf Pitch Black Star Spangled daher, vollkommen selbstverloren in den geräuschhaft zersetzten Stücken wie The Antagonist, dann wieder, wie in Don't Tell Me This Is Home, mit der ganzen Emphase des Bekenntnisses, das auch vor kitschigen und gefühlsseligen Wendungen nicht halt macht. Nur wer Rockmusik ohnehin nie mochte, wird Westerhus das übel nehmen, denn im Wechsel zwischen diesen beiden Extremen entsteht tatsächlich eine neue Klangsprache, die die Subjektivität des Rock mit der Objektivität der freien Improvisation versöhnt. Und das kann man, bei allen Vorbehalten gegenüber einer Kategorie wie dem musikalischen Ausdruck und einem ideologisch überfrachteten Instrument wie der E-Gitarre, erst einmal nur begrüßen.
Positionen (DE)

Stian Westerhus tilhører landets kjerne av eksperimenterende gitarister. På Pitch Black Star Spangled er han alene med gitaren, og det blir det innadvendt fest av. For selv om Westerhus fjerner seg fra strengeinstrumentets velprøvde uttrykksestetikk, så får gitarens iboende kraft og rampete potensial godt med spillerom. Balansen mellom rå pågang, melodiøse brokker og abstrakte manifestasjoner fungerer originalt. Det er en glede å høre hvordan klisjeene spiddes. Westerhus tar grep på nye steder. 5/6.
Aftenposten (NO)

Når Stian Westerhus har gått alene i studio for å lage «Pitch Black Star Spangled», har han naturligvis også hatt en mye større frihet. Han bruker den til å eksperimentere med gitarlyden for alt det er verdt, og føyer seg dermed inn i en lang tradisjon med sologitarplater. Tore Elgarøy (utgitt på RG i 2001) og Hervé Boghossian kan nevnes, men Westerhus er hverken preget av de store hvinende soloene på den ene siden, eller Boghossians fullstendige dekonstruerte drømmelandskaper på den andre. Istedet er «Pitch Black…» et spennende lite monster som tar i bruk en del triks fra Puma-albumet (bue på gitarstrengene for eksempel), og utvider disse til et helhetlig og personlig uttrykk. 5/6.
Bergens Tidende (NO)

http://www.allaboutjazz.com

http://www.bbc.co.uk

http://blog.stereophile.com

http://www.themilkfactory.co.uk

http://www.pennyblackmusic.co.uk

http://www.popmatters.com

http://allmusic.com

http://boomkat.com

http://www.adressa.no

http://www.side2.no

http://www.dagbladet.no

http://www.ragazzi-music.de   (german)

http://www.alternativenation.de   (german)

http://alternativenation.de   (german live review)

http://www.soundofmusic.nu   (swedish)

http://www.gp.se   (swedish)

http://www.allaboutjazz.com   (in depth interview)

http://www.vimeo.com   (video inteview + live footage)

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