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Reviews 2098

In Puma haben sich der Jaga-Jazzist-Keyboarder Øystein Moen und der Bushman‘s-Revenge-Drummer Gard Nilssen zusammengetan mit dem Gitarristen Stian Westerhus. Der ist als Gastmusiker auf ‚One-Armed Bandit‘, der aktuellen Jaga-Scheibe, und ansonsten in einem Duo mit dem Motorpsycho-Drummer K. Kapstad oder im Molvaer-Westerhus-Kleive-Trio ein neuer Ohrenzupfer in der Norge-Szene. Half Nelson Courtship (RCD2098) zeigt Puma als Schmiede, die an einer neuen Legierung aus Jazz und ROCK tüfteln. Westerhus lässt, nach dem zart schimmernden Auftakt ‚Bison Woven‘ und dem anfangs nur knarzigen, elektronisch betuckerten Titelstück, sein zunehmend glühendes Klingeln von Nilssen zur Weißglut klopfen, während Moens Keyboards darüber eine dröhnende Inkubatorglocke stülpen. Was immer Moen da beisteuert, es ist nichts, was auch nur entfernt was mit üblicher Keyboarderei zu tun hat. Es ähnelt vielmehr Zeus in Gestalt einer Wolke oder von Goldregen, mit einer dunklen oder leuchtenden Präsenz, die mächtig ausstrahlt. So sehr, dass selbst der Rock in etwas Elementareres sich verwandelt, ein Brausen und Rauschen, das gewittergöttlich und blitzeschleudernd in den Bann schlägt. Diesen grandiosen 10 Min. folgt das mysteriöse ‚Last Waltz‘, in zeitlupiger Tristesse, nur perkussiv von einer kreisenden Kugel durchsirrt, bis Nilssen zu Besentupfern wechselt, während Moen und Westerhus nur mit Mühe dem Tanz ein Drehmoment aufzwingen. ‚m.e.o.w‘ dröhnt von Anfang an massiv und schwillt zum tektonischen Beben an, aber seit wann galoppieren Katzen? ‚Gaberdine Lingerie‘ ist exotischer Stoff, aber nur ein kleines Zwischenspiel. Denn jetzt folgt mit ‚Innamorati Osculati‘ und dem verdammten Rest eine Quadriga des Erhabenen. Urgewalt, die sich zerreißt und in göttlich morphender Allmacht wieder Gestalt annimmt, als wilde Jagd mit blitzenden und donnernden Hufen bei ‚Knitstep‘, bei ‚East West Horizontal March‘ dann, sich aus xenoelektronischer Camouflage herausschälend, mit düsterem Tambourgetrommel, aber unhörbaren Tritten. Zuletzt als ‚Hachioji Silk Blues‘, mit dunklem Orgelpathos und aufschrillender Gitarre. Überwältigend? Ja was denn sonst!
Bad Alchemy (DE)

Noch veröffentlichen die – Routine kategorisch ablehnenden – Routiniers von Supersilent eine Zaubertüte nach der anderen, schon drängt die nächste Generation norwegischer Musiker ans Ruder. Auch ans Stromruder – allen voran der 30-jährige Stian Westerhus, der als aufregendster Gitarrenkünstler Norwegens tituliert und wohl nicht umsonst ins neue Trio von Nils Petter Molvaer integriert wurde. Westerhus legt hier – von rune grammofon gleichzeitig anberaumt – ein Soloalbum und eines im Trio mit den beiden Twentysomethings Oystein Moen & Gard Nilssen vor. Experiment und Expressivität, präzise eingesetzte Virtuosität und das Gespür für knappe Melodien kennzeichnen seine Herangehensweise. Im Kollektiv mit den beiden Jazzkonservatorium-Absolventen, denen man ihre Ausbildungsstätte nicht mehr anhört (oder arbeiten die im Norden um soviel avancierter als in unseren Breiten?), übt Westerhus naheliegend mehr Druck aus, allerdings ohne jemals musikhistorische Vorfahren kopieren zu wollen. Am ehesten assoziiert das Trio noch die einen oder anderen Live-Experimente von King Crimson. Aber selbst dieser Vergleich mit dem Forscherdrang eines Robert Fripp ist angesichts der offensiven Klangexpeditionen von Puma ungerecht, weil an den Haaren der Hippies herbeigezogen. Auf sich allein gestellt, degradiert Westerhus das Instrument nicht zum Material für Selbstbespiegelungen, sondern nutzt es als Trampolin für den Sprung in ungeahnte Höhen (und Tiefen). Der kleine Hendrix-Querverweis im Titel wird nicht nur per Gaudi erfolgt sein. Sofern das verallgemeinert werden darf, scheint – nach einer längeren Phase der Introspektion – die Lust auf Ausdrucksstärke wieder die Oberhand zu gewinnen. Wobei es sich um eine Lust handeln dürfte, die in ihrer Expressivität vorhergegangene Errungenschaften sehr wohl reflektiert. Vielleicht heißt das beste Beispiel dafür Stian Westerhus.
Freistil (AT)

Schwer und düster erscheint das dritte Album der drei Norweger Gard Nilssen (Schlagzeug), Østein Moen (Synthesizer, Electronics) und Stian Westerhus (Gitarre, Electronics). Eine Mischung aus langsamen Gitarren-Loops, vereinzelten Rhythmussegmenten und elektronischen Soundsamples. Die Geräuschlawine rollt langsam ins Tal und malmt alles im Schneckentempo nieder, was sich da auch immer in den Weg stellt. Ihre Musik wirkt beim längeren Hören erstaunlich fein. Auf erstickende, nicht enden wollende Improvisationen wartet man zum Glück vergebens. 8/10.
Ox (DE)

Puma´s shared interest in jazz and experimental improvisation manifests itself as a series of fascinating semi-abstract constructions on this, their third album together. While Moen also plays with Jaga Jazzist and Nilssen with Bushman´s Revenge, the rough-cut metallic constellations and taut leftfield ructions they create here bear closer comparison to the exploratory tussle of free-jazz, krautrock and prog, as well as post-punk New York at its most dissolute and cerebral.
Rock-a-Rolla (UK)

Puma, with Øystein Moen (keys/electronics) and Gard Nilssen (drums) possess a romantic take om improvisation, cutting Westerhus´ guitar with wild free drumming and a symphonic sense of grandeur.
The Wire (UK)

I Puma skaper gitarist Stian Westerhus, tangentspiller Øystein Moen og trommeslager Gard Nilssen et helt egenartet uttrykk som berører og omfavner ulike sjangre. Deres tredje utgivelse er en helstøpt moden utgivelse. Med enkle, dyptloddende musikalske utsagn folder de ut melodiske, nøkternt komponerte lydforløp. Noen ganger mørkt kaotisk, men alltid gjennomlyst av en helhetlig kunstnerisk visjon. Assosiasjoner til band som Supersilent er nærliggende, men Puma er likevel noe helt annet. De er neste generasjon av kompromissløse lydforskere. 6/6.
VG (NO)

Møtet med Puma driver tankene tilbake til første halvdel av 1970-tallet, i retning av selveste King Crimson. Stian Westerhus, gitar og elektronikk, Øystein Moen, tangenter og elektronikk og Gard Nilssen, trommer ter seg som et band med fokus på fellesskap. Musikken er for mørk til å vekke behag, men gledelig tøff ned til minste detalj. 5/6.
Aftenposten (NO)

Levande Puma. Som meldt torsdag har gitarist Stian Westerhus mange band i elden. Eitt av dei er Puma, som etter å ha vunne Jazzintro-tevlinga i 2006 segla inn på den elektroniske jazzscena først med «Isolationism», så med «Discoteque Bitpunching», før «Half Nelson Courtship» berre dundrar inn i musikkheimen. Med Øystein Moen stand by på keyboards/elektronika og Gard Nilssen på trommer attåt Westerhus, den siste med ein hårsveis det er vanskeleg å ikkje assosiere med å få elektrisk støyt. Heilt usakleg, sagt i beste meining! Han er også ute med soloalbumet «Pitch Black Star Spangled», men her gjeld det bandet Puma, med eit brytetak i tittelen på eit album som også kjem på vinyl. Puma held koken, men hugs å dra ut koplingane etterpå.
Dagsavisen (NO)

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http://www.pennyblackmusic.co.uk

http://allmusic.com

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http://blog.stereophile.com

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http://www.dagbladet.no

http://www.adressa.no

http://www.side2.no

http://www.ragazzi-music.de   (german)

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