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Reviews RACD107

Ich glaube kaum, dass man JONO EL GRANDE zu nahe tritt, wenn man seine Musik als zappaesk lobt oder schimpft. Vom Auftakt des neuen Sammelsuriums The Choko King (RACD107) an ist der Geist des guten Frank geradezu springteuflisch präsent. Versammelt sind 29 Tracks, 19/29 davon kürzer als anderthalb Minuten, 8/29 weicher als ein 3-Minuten-Ei. Nr. 28, das metazappaeske 'Big Ben Dover' mit Kopfstimmengesang und Ruth-Underwood-Vibes, streift die 4-Min.-Grenze. Erst das abschlie–ßende 'Vital Requiem Complete' sprengt den Rahmen als Suite von einer knappen Viertelstunde. Die Coverkunst stammt von Jonos Landsmann Christer Karlstad, einem für seine surrealen und märchenhaften Merkwürdigkeiten bekannten Neorealisten. Nicht nur bei 'Pfote-Brei' mit seinen deutschen Lyrics passen Jonos und Karlstads Phantasie zusammen wie Ei und Eierbecher. Bei aller Polystilistik und Buntheit der musikalischen Einfälle kommt mir Jonos Humpty Dumpty mehr und mehr so vor, als würde es keinen nennenswerten Unterschied machen, ob er nun unversehrt auf der Mauer thront oder zersplittert am Boden liegt. Das Splittrige, Fragmentarische, ist sozusagen eine seiner Erscheinungsformen und genau betrachtet leiden darunter weder sein königliches Wesen noch seine tänzerischen Neigungen. 'Eve's Horse Dance' folgen ein 'Tango Dob' zanga', der 'Twelve Finger International Tango', ein 'Utopian Dance' und der 'Dance Of The Skin-Eating Witch'. Alles jonoeske Helterskeltering ist eine Referenz an die ungenierte Artistik von Zappa at his best & weirdest - Uncle Meat, Weasels Ripped My Flesh, Läther, The Yellow Shark ... Das quicklebendige und kasperlfreche Requiem feiert in seiner zuckenden Unbändigkeit und mit überkandidelten vokalen Mätzchen nichts weniger als Zappas Unsterblichkeit. Wobei Zappa nur ein Name ist für ein Maximum an musikalischem Witz, nur ein Ei von den vielen, die eine mutige Hand zwischen Baba Yagas Hühnerbeinen auflesen könnte.
Bad Alchemy (DE)

Die überlebensgroße, gleichwohl unglaublich kindische Restl- und Verwurstungsmaschine Jono El Grande wurde wieder angeworfen, wenn auch retrospektiv. Der große Jono kraxelt hinüber ins Kinderzimmer und greift mit beiden Händen in die dort herumstehende Musikkiste. Da wurlt es nur so vor Heimaufnahmen, Probenkassetten, Live- und Studiomitschnitten. Jono freut sich, er wirft wie wahllos mit dem Spielzeug herum. Hurra, es schneit! Niedrig fliegen Kraut und Rüben. Zum Beispiel, wenn Jono El Grande den Zappa mit dem Dixieland ausschüttet. Aber nicht nur dann. Nicht weniger als 29 Miniaturen hat er füt "The Choko King" zutage gefördert, in Summe ergeben sie den Soundtrack zu imaginären tschechischen Zeichentrickfilmen und/oder zu Computerspielen aus dem Jahre Schnee. Und zwischendurch ereignen sich im Kinderzimmer richtig rührende Szenen. Jetzt nicht die Fassung verlieren! Verdammt, zu spät. Ah, da hinten liegt ja noch ein 14-minütiger Bonustrack herum. Sehr witzig. Irritierend infantil. Der Schokokönig, er lebe hoch
Freistil (AT)

Er mag offensichtlich Frank Zappa, Cpt. Beefheart und Art Rock im Allgemeinen: Der Norweger Jono El Grande ist ein autodidaktischer Tausendsassa. Seine Musik ist quirlig, verspielt, tollkühn, überraschend – und um mal zu einer Wertung zu gelangen: ganz großartig. „The Choko King “ versammelt Stücke aus den Jahren 1995 bis 2008, darunter das viertelstündige „Vital Requiem“.
Choices (DE)

Hooting, honking dadaist avant-something skronk from the Norwegian composer, band leader, guitarist, artist and dancing conductor. Imagine the soundtrack to a roadtrip with Hunter S. Thompson getting Moondog and Frank Zappa blasted in the back and battling over the stereo, and you've got almost got a whiff of the sound on 'The Choko King'. It's Jono's third album since 2009, but the 29 surreal recordings, marked by titles such as 'The Lobotomized Healers Rise And Fall' and 'Twelve Finger Intestinal Tango' were made between 1995 and 2008, includes some material predating his debut album by at least four years, and tracks which were even too mad for the other releases, culled from demos, rehearsal tapes, live and studio recordings. However they're evidently not redundant (well, OK, that depends on your taste) and afford a glimpse of endearing mania that we reckon the freaks will lap up, especially the indescribable fourteen minutes of closer, 'Vital Requiem'.
Boomkat (UK)

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