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Reviews 2114

Over the course of three previous records, they´ve demarkated a unique patch of ground, pitting drums and live electronics against each other sounding at times like mid-2000s Autechre or the robot-spider funk of Nik Bärtsch´s Ronin, and at others like Tangerine Dream... Endresen´s presence on several cuts makes the crucial difference here. Her performance on "4" is astonishing, easily the disc´s high point. She repeats syllables and sounds manically, almost like a malfunctioning voice chip, at times recalling AGF. Her voice, though, is achingly human. Behind her, drummer Strønen pounds the kit faster and faster, building to almost drum´n´bass speeds while retaining free jazz´s time-fracturing complexity... on the album´s ninth and final track the trio truly erupt , and it´s a perfect climax to an unexpected and thrilling record. Humcrush have found the perfect creative foil to take their sound to the next level.
The Wire (UK)

Endresen, with a thirty-year pedigree of extensive work behind her, is able to integrate fairly seamlessly into Humcrush´s musical vocabulary. The concert had been chopped into nine short, untitled pieces, varying in mood and texture. For a few of these Humcrush revert to their normal duo status as Storløkken and Strønen conjure eerie passages of creeping ambience, but the bulk of the recording features the new trio. Endresen huffs, gargles and wheezes, at times singing in excitable breathless tongues as Humcrush build a rattling head of steam which she responds and reacts to with impressive intuition, making this a collaboration which will hopefully be pursued further.
Rock-a-Rolla (UK) 

Sie grummelt, stöhnt, gibt Laut. Richtige Wörter und Sätze mit Sinn und Syntax nutzt die norwegische Ausnahmesängerin Sidsel Endresen kaum noch. Ihre Sprachschöpfungen knüpfen an eine Urwelt der Laute an, an wenig erforschte Gesetze von Einkehr und Ekstase. Und so wirken Endresens Eruptionen und Soundforschungen merkwürdig archaisch. Wer weiß, inwieweit sie unbewusst Gesangstechniken übernimmt, die bei fernen Ethnien zu den Ritualen zwischen Leben und Tod zählen! Aus alten Jazzträumen, die sich selbstverliebt im Kreis drehen, wird bei Humcrush w/Sidsel Endresen ungebremster Vorwärtsdrang. Das Unerhörte spielt eine Hauptrolle, und die Sicherheiten des guten Geschmacks helfen nicht weiter. Diese furiosen Unberechenbarkeiten werden zwar niemanden aus dem Diana-Krall-Fanclub überzeugen. Wer aber der Meinung ist, dass es im Jazz beim Singen vielleicht noch um andere Dinge gehen könnte als um gekonntes Wiederkäuen von Nostalgieveranstaltungen in memoriam Ella Fitzgerald im Hochglanzkostüm, wird diese Musik unter der Haut spüren, und sie wird kein Ruhekissen sein. Man kann eben auch mit Lauten jenseits der Sprache richtig spannende Geschichten erzählen.
Die Zeit (DE)

Kaumzu glauben, dass die norwegische Experimentalvokalistin Sidsel Endresen in den achtziger Jahren einmal als Frontfrau einer Soulband erste Meriten gesammelt hat. Seither hat sie sich konsequent auf immer aberwitzigere Klangabenteuer eingelassen, mal an der Seite von Django Bates, mal an der Seite von BuggeWesseltoft. Von Anfang an gehört sie zum engsten Kreis derjenigen Musiker, die auf dem PunktFestival von Kristiansand versuchen, die Möglichkeiten einer Verschränkung von Improvisation und Elektronik zu erkunden. Nie jedoch hat sie sichmit ihrer zum Markenzeichen gewordenen Lautmalerei weiter in die Abstraktion reinen Sounds vorgewagt als an der Seite des ElectronicaDuos Humcrush. Dahinter verbergen sich der Keyboarder Ståle Storløkken und der Perkussionist Thomas Strønen, die als Humcrush schon einige filigrane Meisterwerke vorgelegt haben. Mit Endresens famoser, an Livesampling erinnernde Virtuosität bekommt das Knistern und Summen des Maschinenparks nun auch noch einemagische Qualität.
Stuttgarter Zeitung (DE)

Eigentlich ist Humcrush allein schon ein Gipfeltreffen, als Fusion von Ståle Storløkken, Keyboarder bei Supersilent, Elephant9, Bol, Arve Henriksen etc. und Thomas Strønen, Drummer bei Food, Meadow, dem Mats Eilertsen & Maria Kannegard Trio etc. Ha! (RCD 2114) bringt jetzt noch eine Steigerung, nämlich ihre Begegnung mit Sidsel Endresen beim Willisau Jazzfestival 2010. Ja, Ha! Endresen, die ebenso schon allein eine Attraktion darstellt, ragt unter den Vokalis–tinnen heraus, weil sie etwas Anderes bietet als den üblichen Zickenzungenschlag. Sie singt, aber wie ein Medium. Lallend, stotternd versucht sie die Laute und Silben einer unbekannten Sprache zu artikulieren. Wenn überhaupt, dann erinnert diese glossolalische Mundmalerei ein wenig an Erika Stucky, speziell Track 6, oder an Shelley Hirsch, speziell Track 7. Ihre Partner bereiten ihr ein Brautbett aus getüpfelten, getickelten, gepochten, gerappelten Flocken mit Gamelangeschmack und Kissen aus präpariertem Klaviersound oder georgelten Daunen. Oder sie rocken leidenschaftlich wie nordische Satyrn, Naturburschen mit elektrisierten Gliedern. Strønen ist ein wuselnder Gnom, Storløkken ein Gestaltwandler, ein Phantom in changierender Camouflage. Endresen gibt die Besessene, die ihre Zunge nicht in der Gewalt hat, mal zögerndes, mal enthusiastisches Sprachrohr einer anderen Macht. Dann aber diktiert sie auch wie eine der Sibyllen oder wie Circe ihre Zaubersprüche. Track 4 rockt als urtümlicher Trolltanz. Bei Track 5 träumen die Keyboards in Electronic-Percussion-Getröpfel, Endresen haucht, jungfräulich geschwängert vom Logos, in 'Ecce ancilla Domini'-Demut. Track 8 ähnelt einer zarten Orgelmeditation von Messiaen, sanft angerockt. Endresen, die dabei geschwiegen hat, steigt wieder ein für ein ihrerseits haspelig zungenrednerisches Finale, das Strønen kraftvoll bis Omega rockt.
Bad Alchemy (DE)

Was die Besucher des Jazz Festivals Willisau 2009 zu später Stunde in Bann hielt, funktioniert auf Platte noch intensiver: die improvisatiorische Begegnung zwischen dem Electro-Akustik-Duo Humcrush und der Sängerin Sidsel Endresen. Hier bekommt man eine konzentrierte Auswahl dessen, was dieses Trio an der Grenze von analoger und digitaler Soundproduktion in Willisau ausgelotet hat. Es ist ein faszinierendes Klangbuch mit verschiedenen Kapiteln, in denen die Klänge tropfen und rieseln und flirrende Rhythmen in Sekundenschnelle sich einschalten und wieder wegzappeln. Wie selten gelingt es diesen Atmosphäre-Spezialisten – Storløkken ist Keyboarder des Quartetts Supersilent -, elektronische und akustische Instrumente ineinanderzuweben und damit so fragile wie berückende Stimmungen zu generieren, in denen man kaum zu atmen wagt. Handkehrum kollern Breakbeats, bricht der Schlagzeuger durch und kommt auch die Stimme in Fahrt. Aber das sind eher seltene Ereignisse. Über weite Strecken erschliesst sich einem die Musik auf diesem Album wie ein ruhiger Fluss, der unaufgeregt seinem Ziel entgegenströmt, obwohl es in seinen Tiefen zappelt und zuckt und die wunderlichsten Klänge entlang seinen Ufern irrlichtern. 4/5.
Jazz´n´More (DE)

Die Vorbildfunktion Sidsel Endresens jedenfalls steht außer Frage. Sehr konsequent und ohne sich selbst zu reproduzieren bahnt sie sich als innovativste europäische Jazzsängerin ihren Weg in immer sprödere Klanglandschaften. Stets ist sie längst woanders, während andere auf der Stelle treten. Mit dem experimentellen Duo Humcrush von Schlagzeuger und Elektroniker Thomas Strønen und Keyboarder Ståle Storløkken führt sie avantgardistische Klangexperimente vor, dekonstruiert schroff in wortlosen Klangmalereien, errichtet Klanggebirge vor Soundmaschinen. Kein Song, nirgends, stattdessen ruft die Stimme einer Schamanin über ungesichertes Terrain. Sie zieht das Publikum in den Bann, ohne sich anzubiedern.
Thüringische Landeszeitung (DE)

http://www.themilkfactory.co.uk

http://www.progress-report.co.uk

http://www.allaboutjazz.com

http://www.foxydigitalis.com

http://oslopuls.aftenposten.no

http://www.dagbladet.no

http://www.side2.no

http://www.sound-and-image.de   (german)

http://manafonistas.de   (german)

http://www.jazzcity-net-edition.de   (german)

http://tidningenkulturen.se   (swedish)

http://www.soundofmusic.nu   (swedish)

http://www.orkesterjournalen.com   (swedish)

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